Home > Uncategorized > Die rechtsliberale Galionsfigur Alexander von Stahl feiert 50-jähriges Parteijubiläum

Die rechtsliberale Galionsfigur Alexander von Stahl feiert 50-jähriges Parteijubiläum

[Gastbeitrag von S. Kortmann]


Auf der traditionell am Nikolausvorabend stattfindenden letzen Mitgliederversammlung des Jahres, ehrt der Kreisverband Karlsruhe-Land seine Jubilare. Einer der diesjährigen Gefeierten war der auch weit über die Grenzen des Kreisverbands hinaus bekannte Alexander von Stahl. Der ehemalige Generalbundesanwalt, der 1961 in Nordrhein-Westfalen der FDP beitrat, wurde durch den Kreisvorsitzenden für sein fünfzigjähriges politisches Engagement geehrt. Bereits 1967 wechselte von Stahl nach Berlin, in dessen Landesverband er die meiste Zeit seines politischen Wirkens verbrachte. Unter anderem als Mitglied des Landesvorstandes und als Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Der langjährige Staatssekretär in der Berliner Justizverwaltung, wurde 1990 auf Betreiben des FDP-Vorsitzenden Otto Graf Lambsdorff zum Generalbundesanwalt vorgeschlagen und berufen. Nach seiner Versetzung in den einstweiligen Ruhestand durch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, zog sich von Stahl aus der Politik zurück. Nachdem er noch einige Zeit in Berlin als Rechtsanwalt für Zivilrecht praktizierte, lebt er heute im Badischen Ettlingen.

Der parteiintern nicht unumstrittene von Stahl, gründete in den 90er Jahren die Liberale Offensive, mit dem Ziel die nationalliberale Tradition der Partei wiederzubeleben. Er übernahm auch die juristische Vertretung der Berliner Wochenzeitung Junge Freiheit bei ihrer Verfassungsbeschwerde und war einer der Mitinitiatoren eines Mitgliederentscheides über die “Abschaffung der D-Mark und Einführung des Euro”. Die notwendigen Unterschriften wurden nicht erreicht und der Antrag auf einen Mitgliederentscheid setzte sich nicht durch. Der damalige FDP-Chef Wolfgang Gerhardt hatte versucht, die Aktion der Euro-Gegner zu behindern. Er verweigerte den Parteirechten aus Datenschutzgründen die Herausgabe der Mitgliederadressen und auch eine Anzeige in der Liberalen Depesche. Die Rechtsliberalen waren sich seinerzeit sicher, dass als Ergebnis eine Mehrheit gegen die Abschaffung der D-Mark gestanden hätte.

Kategorien:Uncategorized
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. Keine Trackbacks bisher.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 285 other followers