Freiheit

Auch wenn es vielen nicht bewußt ist, genießen wir derzeit in Deutschland eine Freiheit, die ihresgleichen in der Geschichte der menschlichen Zivilisationen sucht. Weder war das historische Erreichen dieses Zustands selbstverständlich, noch ist es selbstverständlich, dass uns und unseren Kindern diese Freiheit erhalten bleibt.

1813 – 1848/49 – 1918 – 1944 – das sind nur die bekanntesten jener Jahre, in denen mutige Männer – Freikorpsmitglieder in den Befreiungskriegen,  Burschenschafter, Märzrevolutionäre, Mitglieder im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und im Widerstand gegen Hitler – ihre Leben gaben für die Einheit Deutschlands und die Freiheit des deutschen Volkes. Ihre Gegner waren Besatzungstruppen, Fürsten, Kommunisten und Nationalsozialisten. Den letzten Kampf hätten sie ohne die Befreiung durch unsere amerikanischen Freunde nicht gewonnen. 1989/90 konnte schließlich auch der Osten Deutschlands die Fesseln der Unfreiheit endgültig abwerfen – ebenfalls durch den Beistand unserer Freunde im Westen Europas und in Nordamerika.

Das Ergebnis all dieser Erfahrungen der Unfreiheit und des blutigen Kampfes war das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, unsere Verfassung, die am 23.Mai 1949 in Kraft trat und damit den heutigen deutschen Staat begründete. Den Kern dieser Verfassung, der besten die Deutschland jemals hatte, bilden die ersten 20 Artikel, in denen die natürlichen Bürgerrechte eines jeden Deutschen niedergeschrieben sind.

Eine subtile und gefährliche Form von Unfreiheit

Doch auch in der Bundesrepublik war und ist die Freiheit bedroht. Ob es die alten braunen und roten Totalitarismen sind, die in Parteien wie der NPD, DVU, DKP, MLPD oder auch in Teilen der Linkspartei, ehemals SED, nach politischem Einfluss mit dem Ziel des „Systemwechsels“ suchen oder ob es der politische Islam ist, der unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ausnutzt, um Parallelgesellschaften zu etablieren und bei der Überwindung unserer „amoralischen“ Staatsordnung zugunsten der Scharia auf die demographische Entwicklung setzt: Die Feinde der Freiheit sind zahlreich und als Lehre aus der Geschichte scheuen sie den Kampf mit offenem Visier.

Die political correctness, die sich als Folge der Umwertungen durch die antideutschen und kulturrelativistischen Bewegungen der letzten 45 Jahre in Teilen der Bevölkerung, besonders aber in Politik und Medien etabliert hat, verhindert aber einen wirksamen Widerstand der Gesellschaft gegen diese Feinde und stellt gerade jene aufrechten Bürger in eine Ecke, welche die drängenden Probleme treffend analysieren und nach Lösungen suchen. Zensur, Rassismusvorwürfe und Ausgrenzung drohen jedem, der sich dem Neusprech und dem Unfehlbarkeitsanspruch dieser teilweise totalitär anmutenden Weltanschauung verweigert. Political correctness ist eine subtile und gefährliche Form von Unfreiheit.

Fünf Minuten vor zwölf

Die brutalen Begleiterscheinungen der ideologischen Auseinandersetzungen, rechts- und linksextremistische Gewalttaten und Sachbeschädigungen, islamistische Übergriffe und Terroranschläge sind aber wiederum die Grundlage für bedenkliche Entwicklungen auf staatlicher Seite. Im Irrglauben, uns Bürger vor uns selbst schützen zu müssen, verfällt der Staat in Aktionismus und geht seit einigen Jahren an die Grenzen der Verfassungsmäßigkeit. Manchmal geht er sogar darüber hinaus und muss vom Bundesverfassungsgericht zurechtgewiesen werden.
Sollten sich die Maßstäbe der Richter in Karlsruhe in Zukunft allerdings verschieben oder sollte sich das Bundesverfassungsgericht eines Tages tatsächlich dem Europäischen Gerichtshof unterordnen, ginge uns auch dieser Schutz verloren und wäre unsere verfassungsmäßige Ordnung quasi aufgehoben.

Bisher gingen fast alle Maßnahmen zur Beruhigung der Spannungen zwischen dem Bürgertum und den Feinden der Freiheit zu Lasten ersterer, weil die sich, anders als die Gegenseite, im Zweifel für stummen Protest entscheiden und ohnehin genug damit beschäftigt sind, ihrem Lebensunterhalt nachzukommen (und dabei auch den mittlerweile monströsen deutschen Umverteilungsapparat zu finanzieren). Es ist allerdings bereits  fünf Minuten vor zwölf und das Bürgertum braucht endlich eine ehrliche und starke Vertretung in der Politik um das Ruder herum zu reißen.

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